Lanusei, gemeinsam mit Tortolì Hauptstadt der Provinz Ogliastra, liegt zwischen den Ausläufern des Gennargentu-Massivs und der Küste.
Das Städtchen ist ein wichtiges Verwaltungszentrum und kann unter anderem einen Gerichtshof und ein gut ausgerüstetes Krankenhaus vorweisen. Die Bevölkerung besteht aus etwa 6000 Einwohnern. Im Zentrum der Ortschaft befindet sich die Kathedrale Santa Maria Maddalena, Sitz des erzbischöflichen Palais, Gründung des siebzehnten Jahrhunderts, aber zurückverfolgbar bis 1860, in der man einen Zyklus von Fresken bewundern kann, dem Leben von Maddalena und Christus gewidmet und 1927 von Mario Delitala, einer der wichtigsten Hauptfiguren der sardischen Malerei des 20. Jahrhunderts, verwirklicht.
Von bemerkenswertem Interesse auch das Diözesan Museum von Ogliastra, das sich in den Räumen des Bischöflichen Seminars in der Via Roma befindet.
Westlich der Ortschaft liegt der Wald „Selene“, der sich auf über ca. 1000m erstreckt, in ihm befindet sich die archäologische Stätte eines antiken Nuraghendorfes und zweier Gigantengräber, deren Fundamente und die halbrunde Struktur der Gräber zu bewundern sind.
Von Lanusei erreicht man in wenigen Minuten auβer den wunderbaren Stränden der Ogliastra auch die Berge des Gennargentu, den See des Hohen Flumendosa, die Grotten von Ulassai und die “tacchi“ (Absätze aus Kalkstein) von Ulassai und Jerzu; in den nahen Armidda-Bergen ist es möglich, die gleichnamige Sternwarte zu besuchen.